Reagieren Sie bei Menschen mit Demenz immer richtig?
In unserem neuen Fachinformationsdienst "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" - speziell für Pflegefachkräfte - haben wir jetzt erstmals eine Übersicht der typischer Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz zusammengestellt. Hier ein paar Beispiele:
eine der häufigsten Ursachen für Probleme in der Pflege und Betreuung von Demenzkranken sind deren schwierige Verhaltensweisen.
Die Frage ist, wie reagieren Sie richtig? 1. Beispiel: Beschuldigungen Ihr Bewohner/Patient beschuldigt Sie, seine Angehörigen oder sogar den Arzt mit Vorwürfen aller Art wie: "Sie haben meine Geldbörse gestohlen!"; "Meine Tochter besucht mich nie!"; "Mein Arzt will mich vergiften!". Das Problem dabei ist, dass Ihr Demenzpatient fest davon überzeugt ist, dass seine Vorwürfe zutreffen. Das macht es umso schwerer, richtig und angemessen darauf zu reagieren. Nach meiner Erfahrung wäre der größte Fehler, auf einen solchen Vorwurf wütend oder gekränkt zu reagieren. Sehen Sie diese Verhaltensweise als das an, was sie ist: eine typische Begleiterscheinung der Demenz-Erkrankung. Wie nun darauf reagieren?
Entweder Sie gehen gar nicht weiter darauf ein und lenken das Gespräch auf ein ganz anderes Thema. Oder Sie gehen so weit darauf ein, dass Sie sagen "Vielleicht ist die Geldbörse doch noch da. Lassen Sie uns die Geldbörse gemeinsam suchen." 2. Beispiel: Ständiges Fragen Mit zunehmendem Fortschreiten der Demenz fällt den Kranken die Orientierung immer schwerer. Das kann den Ort, Personen aber auch die Zeit betreffen. Insbesondere bei seltenen Ereignissen (wie zum Beispiel eine Geburtstagsfeier) fällt die Orientierung besonders schwer. Wie reagieren Sie auf ständiges Fragen am besten? Haben Sie Geduld. Und versuchen Sie es nicht mit Logik. Auch der Hinweis: "Das habe ich Ihnen doch gerade vor 10 Minuten gesagt", bringt nichts, der Kranke erinnert sich nicht daran. Zur besseren Orientierung in der eigenen Wohnung: Bringen Sie für jeden Raum entsprechende Bezeichnungen oder Symbole an. Strukturieren Sie den Tagesablauf und halten Sie sich daran. Das hilft dem Kranken, sich zeitlich leichter zu orientieren. Veranstalten Sie Familienfeiern nur im kleinen Kreis. Stellen Sie die Besucher einzeln mit Namen vor (auch wenn es die eigenen Kinder des Kranken sind). Beispiel 3: Suchen, Kramen, Sammeln Menschen mit Demenz sind ständig dabei, etwas zu suchen. Der Grund: Sie können sich nicht erinnern, wo sie was hingelegt haben. Oft können Sie auch nicht mehr auseinanderhalten, was wem gehört. Eine Strickjacke, die Ihnen gehört, wird dann zur Strickjacke des Kranken (Ich werde doch noch meine Jacke erkennen!). Oder sie fangen an, Lebensmittel zu horten: "für schlechte Zeiten!" Auch das sind typische Verhaltensmuster von Demenzpatienten. Was tun?
Am besten Sie machen sich davon selbst ein Bild. ![]() Einfach hier klicken!
Wenn Sie Ihr Ansichtsexemplar zum ersten mal durchblättern werden Sie feststellen, dass es uns nicht um graue Theorie geht, sondern darum, wie Sie Ihrer Verantwortung am besten gerecht werden und den von Ihnen betreuten Patienten am wirkungsvollsten helfen können. Zu diesem Zweck arbeiten wir gerne mit Checklisten und Schritt-für-Schritt-Handlungsanleitungen. Dann können Sie sicher sein, nichts vergessen zu haben. Mangelernährung Eine andere große Herausforderung bei der Pflege und Betreuung von an Demenz Erkrankten ist das Problem der mangelnden Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Wenn Sie bei einem Ihrer Patienten einen Ernährungsmangel vermuten, müssen Sie sich Gewissheit verschaffen. Dabei helfen verschiedene Methoden. Die gängigste ist die Überprüfung des BMI (Body Mass Index). Wenn dieser bei einem Senior (ab 65 Jahre) unter 21 ist, deutet dies auf eine Mangelernährung hin. Durch verschiedene weitere Messungen (z. B. Umfang der Oberarme) können Sie Ihr Ergebnis absichern. Wenn Sie auf diese Weise bei Ihren Bewohner/Patienten einen Ernährungsmangel festgestellt haben, sollten Sie schleunigst Maßnahmen ergreifen, um dem Zustand der Mangelernährung entgegenzuwirken. Denn chronische Unterernährung und Austrocknung führen zu allgemeiner Schwächung, zu einem steigenden Sturz- und Frakturrisiko und erhöhen die Anfälligkeit für einen Dekubitus. Liegt eine Ernährungsmangel vor, wissen Sie, was zu tun ist: den Appetit anregen und die Nährstoffaufnahme erhöhen.
Bevor Sie jedoch damit beginnen, müssen Sie berechnen, wie viele kcal Ihr Patient pro Tag zu sich nehmen muss (Grundumsatz). So rechnen Sie den Bedarf aus:
Hinweis: evtl. ist ein höherer Zuschlag notwendig, z. B. bei konsumierenden Erkrankungen, erhöhtem Bewegungsdrang usw. . Diesen Zuschlag finden Sie unter: www.fettrechner.de. Wie können Sie nun den Appetit anregen und den Nährstoffgehalt steigern? Oft genügt schon ein wenig Fantasie bei der Zubereitung der Nahrung, kombiniert mit einer ruhigen, ansprechenden Atmosphäre beim Essen, um den Menschen mit Demenz zu einer ausgeglichenen Ernährungsbilanz zu verhelfen. Hier nun einige konkrete Vorschläge, wie Sie bei Ihren Demenzpatienten den Appetit anregen und die Nährstoffaufnahme erhöhen. Tipp: Stimmen Sie alle Maßnahmen auf die Belange und Gewohnheiten des Bewohner/Patienten ab. Wunschkost Nehmen Sie Rücksicht auf die Wünsche, Vorlieben und Aversionen Ihres Demenzpatienten. Achten Sie auch auf Geschmacksveränderungen, denn häufig wird süß oder auch pikant bevorzugt. Essen nett anrichten Wenn Sie oder Ihre Pflegekräfte das Essen zubereiten, sollten Sie es hübsch auf einem Teller anrichten, d. h. farblich und optisch ansprechend mit einem Salatblatt oder einer Tomate nett garnieren und nicht pürieren. Gemütlicher Essplatz Zu einem gemütlichen Essplatz gehören eine saubere Tisch- oder Platzdecke, eine Serviette, ein frisches Glas mit einem Getränk darin sowie sauberes Besteck. Gute Beleuchtung, Farbkontraste, Tischdecke, Geschirr, nett angerichtetes Essen und ein Getränk lassen den Essplatz gemütlich erscheinen. Ablenkung vermeiden Radio und Fernsehen lenken viele Demenzpatienten beim Essen ab und sollten daher während der Mahlzeiten ausgeschaltet werden. Kalorienreiche Getränke anbieten Nutzen Sie auch die Getränke zur Energieanreicherung, indem Sie Ihren Patienten z. B. Malzbier, Kakao, dickflüssige Säfte usw. anbieten. Denn in diesen Getränken sind Nährstoffe enthalten, die in Tee oder Wasser nicht vorkommen. Zudem sind gerade dickflüssige Getränke für Patienten mit Schluckbeschwerden ideal. Kleine Häppchen als Zwischenmahlzeiten Auch Menschen mit Demenz greifen zwischendurch gerne zu kleinen, nett angerichteten Häppchen. In "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" finden Sie eine umfassende Behandlung des Themas Mängelernährung. So finden Sie dort auch eine Auflistung möglichen Ursachen:
![]() Manche Erkrankte sind in einem Zustand, in dem sie eigentlich nicht mehr allein gelassen werden sollten. In der Praxis ist aber eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung meistens nicht möglich. Also stellt sich die Frage, wie Sie die Wohnung und das Umfeld Ihres Demenzpatienten sicherer gestalten können. Gott sei Dank gibt es inzwischen eine Reihe von technischen Hilfsmitteln,
mit denen sich die Sicherheit Ihrer dementen Patienten wesentlich verbessern lässt. Hier ein Auszug aus einer Aufstellung, die wir vor kurzem in "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" vorgestellt haben:
Liebe Leserin, lieber Leser, anhand dieser Beispiele können Sie sehen, dass es uns mit "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" um praxisnahe Tipps und Empfehlungen geht. Je mehr Menschen lernen, mit einer Demenzerkrankung richtig umzugehen, desto leichter, besser und lebenswerter wird das Leben dieser Kranken. Das Thema "der richtige Umgang mit Demenzkranken" ist komplex und kompliziert. Damit meinen wir nicht nur den medizinischen Bereich. Sondern auch alles, was mit rechtlichen Fragen zu tun hat. Damit Sie und Ihre Mitarbeiter wissen, was Sie dürfen und was nicht, bieten wir Ihnen in jeder Ausgabe rechtssichere Handlungsweisen, wie Sie die rechtlichen Anforderungen einfach erfüllen. Außerdem helfen Ihnen geprüfte Praxis-Tipps, mögliche Risiken von vornherein zu vermeiden. So, nun haben Sie schon einiges erfahren, wie Sie sich das Leben als Pflegefachkraft von Menschen mit Demenz etwas leichter machen können - und das Leben des Kranken wieder lebenswerter. Jetzt sind Sie am Zug. Überzeugen Sie sich selbst davon! Fordern Sie jetzt ein kostenloses Ansichtsexemplar von "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" an! Es lohnt sich in jedem Fall. Denn als regelmäßiger Leser von "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" haben Sie eine Reihe von hilfreichen Vorteilen: Kostenlose Telefonberatung! Sollten Sie einmal in eine außergewöhnliche Situation kommen und sich mit einem Experten austauschen wollen, dann rufen Sie uns in unserer telefonischen Redaktionssprechstunde an. Als Chefredakteure werden wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen! Kostenloser E-Mail-Newsletter! Damit Sie immer auf dem Laufenden sind, schicken wir Ihnen auf Wunsch einmal wöchentlich unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter PRO PflegeManagement aktuell mit Experten-Tipps, aktuellen News und Urteilen und Fachinformationen aus den Bereichen Altenhilfemanagement, Qualitätsmanagement und Recht in der Pflege. Nehmen Sie unser Angebot an! Sie können dabei nur gewinnen!
Fordern Sie jetzt ein kostenloses Ansichtsexemplar von "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" an! Mit freundlichen Grüßen Annett Urban und Swen Staack Chefredakteure "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" |
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